Lawinengefahr in Norwegen

2008_05040034

Derzeit herrscht eine erhöhte Lawinengefahr speziell in einigen Landesteilen Norwegens.

Auf Grund von ergiebigen Schneefällen in den letzten Tagen und Wochen, teils längeren Kälteperioden und heftigen Winden besteht besonders in Nord-Norwegen in den Regionen Nordland, Troms und vereinzelt auch in der Vest-Finnmark eine erhöhte Gefahr für Lawinenabgänge.  Landesweit wird momentan weitestgehend die Lawinenwarnsufe 3 (von 5 möglichen) angegeben.

In dieser Woche erst gingen 3 größere Lawinen auf den Lofoten und in Tromsø nieder, bei denen zuerst 3 Peronen mitgerissen wurden, sich aber glücklicherweise selbst befreien konnten und im letzten Fall eine 23-jährige Frau nach einer halben Stunde zwar aus dem Schnee geborgen werden konnte, dann aber ihren Verletzungen später leider erlegen ist. In einigen südlicheren Gegenden, wie Stryn am nördl. Rand des Jostedalsbreen gelegen oder in Haukeli südl. der Hardangervidda, ist ebenso besondere Vorsicht geboten!

Herrscht sonst bei einer Bergneigung ab 30° durchaus die weisse Gefahr, so ist derzeit vereinzelt schon ab 20 ° mit Abgängen zu rechnen.  Zum Glück ist die Gefahr, dass man in Norwegen von einer Lawine verschüttet wird, weitaus geringer als in den europ. Alpen. Hier im Norden liegt die Zahl von Lawinentoten bei ca. 5 Personen pro Saison.

Wer aber jetzt in den norwegischen Bergen auf eigene Faust unterwegs ist, besonders in den küstennahen Gebirgsregionen wie den Sunnmørsalpen, Lyngsalpen, Lofoten, usw. sollte sich der Gefahr eines möglichen Lawinenabgangs jederzeit bewusst sein und dringlich die notwendige Ausrüstung im eigenen Rucksack dabei haben, die da wären – Schneeschaufel, Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) und eine Lawinensonde (mit mind. 2,40 m Länge , besser länger) Selbstredend sollten natürlich die notwendigen Kenntnisse in derem Umgang vorhanden sein.

Am besten informiert man sich im Vorhinein per Internet auf snoskred.no über den Lawinenlagebericht sowie auf skiinfo.no über die wichtigsten Skidestinationen Norwegens oder vor Ort in den Tourismus-Büros über den aktuellen Stand der Lage.

Einen Kommentar schreiben

 

 

 

Diese HTML-Tags können verwendet werden

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>