• Andreas Laue

Wandern und Reisen in Norwegen - Ut på tur aldri sur




Wenn man in Norwegens Natur unterwegs ist und einen Einheimischen des Weges trifft, kommt man kaum daran vorbei, sich nicht über die grandiose Natur zu unterhalten, in die scheinbar das ganze Königreich majestätisch eingebettet liegt - Fjorde und Hochgebirge, alpine Gipfel und Gletscher, endlose Hochebenen, Flüsse, Seen und Wälder - alles in schier endloser Anzahl vorhanden.




Vorfreude ist oft die schönste Freude - sagt ein alter Spruch, der sicher viel Wahres in sich birgt und wenn man sich an die Planung einer Tour in Norwegen heranwagt, dann kann das eine sehr spannende und durchaus auch recht zeitaufwendige Angelegenheit werden.

Denn abhängig davon, ob du schon einmal in Norwegen unterwegs warst oder nicht, kann die Planung für die nächste Tour deutlich mehr als nur einen Abend in Anspruch nehmen. Bücher und Kataloge wälzen, Landkarten studieren, im Internet googlen und Fotos anschauen, zig Ideen und Wünsche stehen plötzlich auf der Liste - und am Ende weiß man immer noch nicht, schaffe ich das alles während meiner 14 Tage oder 3 Wochen Urlaub überhaupt zu erkunden.


Auch kein Wunder - in einem Land, welches zu 72 Prozent aus Gebirgen besteht, sich über 1000 Fjorde entlang der Küste ins Landesinnere erstrecken, zahllose Berggipfel sowie etwas mehr als 2.500 Gletscher befinden und dass alles auf einer Fläche, die in etwa der von Deutschland entspricht, hat man damit durchaus die Qual der Wahl.

Ein Großteil dieser atemberaubenden Natur ist mittlerweile in 40 Nationalparks dauerhaft unter Schutz gestellt. Zusätzlich kommen noch weitere 7 Nationalparks auf Norwegens arktischem Außenposten Svalbard (Spitzbergen) hinzu.

Norwegens Bergwelt wie seine gesamte Natur sind so vielfältig und überwältigend schön, dass einem die Entscheidung oft nicht leicht fällt, in welche Region es „on Tour" gehen soll.

Unser ehrlicher Rat aus über 25 Jahren eigener Reiseerfahrung in Norwegen lautet, sich erst einmal im Klaren sein, was möchte man generell unternehmen, was sind die Vorlieben und wieviel Zeit steht insgesamt zur Verfügung inkl. An- und Abreise.

Am Ende ist weniger ganz oft ein Mehr (an Erlebnissen und Eindrücken) in Norwegen!


Will man gerne mehrere Tage zusammenhängend unterwegs sein, dann sind Wanderungen von Hütte zu Hütte in Norwegen sehr populär.

Da das Allemannsretten (Jedermannsrecht) in ganz Skandinavien gilt und das fast weltweit einmalige Recht darstellt, sich frei in der Natur bewegen und auch übernachten zu dürfen, nutzen viele Wanderer zudem die Möglichkeit, auch in ihrem eigenen Zelt zu nächtigen.

Die zahlreichen Hütten sind i.d.R. immer in Tagesabständen zu erreichen und können somit auch von Wanderern mit Zelt zusätzlich als Schlechtwetter-Option in Betracht gezogen werden.


Hunderte Kilometer an gekennzeichneten Wanderpfaden und Hütten zum Übernachten in unterschiedlichen Kategorien mit oder ohne Verpflegung geben dir eine sichere Orientierung und Unterkunft.

Neben einigen privat betriebenen Berghütten unterhält der norwegische Bergwanderverband - Den norske turistforeningen (DNT) ein dichtes Hütten- und Wegenetz über ganz Norwegen verteilt und markiert wichtige Wegpunkte mit dem typisch roten T (Trygghet=Sicherheit) .

So ist man mit der richtigen Ausrüstung immer auf dem sicheren Pfad.


Wandern in Norwegen setzt eine gewisse Grundfitness voraus. Auch wenn die höchsten Berge „nur" knapp 2.500 m hoch sind, sollte man sie keineswegs unterschätzen, was leider immer wieder durch vorwiegend ausländische Touristen geschieht, die sich mit den vorherrschenden Gegebenheiten nicht auseinandersetzen oder auch leichtfertig ignorieren.

Dass die nördlichen Breitengrade schnellere Wetterumschwünge mit sich bringen können, man selbst im Juli von Schneefall überrascht werden kann und dass viele norwegische Berge von einem weitaus niedrigerem Niveau aus beginnen, sich in die Höhe zu winden, als man dies von Bergen aus den Alpen gewohnt ist, oft sogar schon direkt ab Meereshöhe, wird häufig nicht bedacht.

Während man in Deutschland bei 1.500 m Höhe durchaus noch von Mittelgebirge spricht, befindet man sich in etlichen Gebirgsregionen Norwegens da bereits in alpinem Terrain.


Das norwegische Friluftsliv (zu dt. Freiluftleben), gewährt dir einen fast unbegrenzten Zugang zur norwegischen Natur, reglementiert recht wenig, setzt vielmehr auf Eigenverantwortung der Leute.

Die Norweger sind dies seit Kindesbeinen nicht anders gewohnt und lieben es, sich frei in der Natur zu bewegen. Verbotsschilder, Absperrgeländer, Ketten u.ä. findet man in Norwegen nur sehr selten, da man die Natur möglichst so belassen möchte, wie sie nun einmal ist - ursprünglich.

Wenn du deinen gesunden Menschenverstand einsetzt, richtig gekleidet bist und die notwendige Ausrüstung bei dir hast, dich vor Tourbeginn gründlich mit dem Gelände und Wetter auseinandersetzt bzw. informierst, dann steht dem Gelingen einer Tour im Großen und Ganzen eigentlich nichts im Wege.


Hast du spezielle Fragen zur Organisierung einer Wandertour oder einer kombinierten Auto-Rundreise inkl. Tagestouren und den damit verbundenen Dingen wie An-/Abreise, Routenwahl, Unterkünfte oder „was sollte ich denn alles mitnehmen?", etc. oder möchtest dich dahingehend weiter informieren, schreib uns gerne per mail auf kontakt@norwegen-aktiv.de und lies dazu auch in den Blogs Wintertouren- Special (hier findest du auch viele Punkte die identisch auf Sommertouren zutreffen) und Verhaltensregeln im Gebirge.


Wir geben gerne Auskunft zu den o.g. Punkten und darüber hinaus erstellen wir dir auch deine komplette Wunschtour mit allen wichtigen Eckdaten. Die Konditionen dafür sind abhängig vom Umfang der Planung und werden individuell vorab mit dir besprochen.


Nutze unser Wissen aus über 25 Jahren Norwegenerfahrung!


Ut på tur aldri sur!

(Draußen auf Tour, ist man niemals sauer / hat man keine schlechte Laune)



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